GLEICHE RECHTE und CHANCEN statt RASSISMUS!

Unter dem Begriff „Integration“ wird Entrechtung, Ausgrenzung und Anpassung gefördert. Wir sind stattdessen für einen solidarischen und gleichberechtigten Umgang in allen Lebensbereichen. Erst GLEICHE RECHTE und CHANCEN werden eine Grundlage schaffen, ohne Vorbehalte und Belehrungen in Vielfalt und Wechselwirkung zusammen und selbstbestimmt leben zu können. Solidarität und Offenheit statt Feindbilder!

Der Begriff „Integration“ hört sich harmlos gar positiv an, aber dahinter verbirgt sich eine systematische Politik der Ausgrenzung. Unter Androhung von Repressalien sollen sich die integrieren, die eh schon zu den Entrechteten gehören. So sollen sich z.B. Arbeitslosengeld-II-Empfänger_innen zu den miserabelsten Bedingungen in den Arbeitsmarkt „integrieren“.

Nach dem gleichen Schema wird Migrant_innen mit der „Integrationskeule“ vorgeschrieben, einseitig „Integrationsleistungen“ zu bringen, während ihnen die gleichen Chancen und Rechte verwehrt werden: Mehr als ein halbes Jahrhundert wurde alles unternommen, damit die Migrant_innen sich nicht als gleichberechtige Menschen in diese Gesellschaft einbringen können. Und da direkte oder indirekte rassistische Zuschreibungen und Spaltungen unter dem Schirmbegriff „Integration“ vertreten werden, sind sie heute mehr denn je salonfähig geworden und gelten als Meinungsfreiheit.

Einerseits werden Migrant_innen als unerwünscht und noch dazu als willkommene Sündenböcke dargestellt; andererseits werden sie dazu verpflichtet, zugeschriebene und vermeintliche „Defizite“ selbst auszuräumen. Diese ganze Heuchelei und diese ganze Verzerrung der Tatsachen werden auf geschickte Art und Weise unter dem Label „Integration“ betrieben. Während man so tut, als fördere man die Migrant_innen in ihrem eigenen Interesse bei der Eingliederung in die Gesellschaft, tut die deutsche Migrationspolitik das Gegenteil. Erst bei genauem Hinschauen werden die wahren Absichten und Effekte der „Integrationspolitik“ deutlich. Selbst ein vorbehaltloses Aufeinanderzugehen auf gleicher Augenhöhe, das unter ungerechten Verhältnissen eh nicht die Lösung sein kann, war und ist nicht das Ziel der Integrationspolitik.